Silk and Paper

18. Juni 2018

ahNUNg

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 7:44 PM

blau1

 

 

 

 

 

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Eingetaucht in die Zeit ,
das Nichts eines Windes legt sich auf die Schulter,
um dem inneren Bild eine Ahnung  zu schenken
von der Unendlichkeit.

Dieser kurze Schmerz,
das Wissen, dass es kein Wort gibt, das umschreibt,
was ich erfuhr , als die Brise
sich aus der Umarmung löste.

 

 

.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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copyright

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30. Mai 2018

an manchen ORTen

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 6:35 PM

 

bild083

 
An manchen Orten…

 

…kann nichts entstehen;

Nicht einmal ein Gedanke,

der fortgehen könnte

und auch sonst nichts,

was daran erinnert,

 dass Leben

fliesst…

Der Himmel so weit,

dass sogar an den Wolken nichts

anhaften wird

außer mein Atem ,

der an Häusergiebeln zerstiebt …

und sich selbst anhält,

um das Schweigen zu hören,

welches zwischen den Worten

herausbricht …

 

10. März 2018

auftAUCHen

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 6:29 PM

 

blau1

Der Frühling ist eine Art von Blau,
das sich durch den Winter schlich
wie ein Kind , welches sich durch Verstecken
allen Blicken entzog,
um Aufzutauchen an einem anderen Ort.

Der milde Wind schleift die Zeit wieder rund,
die Uhrzeiger tanzen langsam ,
und der Staub schwebt zu Boden und man hört ihn fallen
und auch sein Echo von dem Ort ,
von dem man seit der Kindheit träumte .

Der Frühling ist eine Art von Blau,
das aus dunklen, späten Himmeln springt
und dann zerfließt.
In einem Dunst zarter Tropfen lüften sich
die Geschichten vergangener Lieben.

 

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© wie immer Doris

2. November 2017

ERinnerung

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 4:49 PM

balkon 039

Der Herbstwind bauscht

meinen Mantel auf,

und auch meine Seele,

die wieder lernen muss,

in der Vergangenheit zu atmen.

Sein Hauch streift mein Tagebuch

Langsam blättert es sich auf ,

ein weißer Fächer

und verirrt sich

im Niemandsland der Worte.

Ein Duft von Quitten

haftet ihm noch  an.

Eine zarte Erinnerung

aus dem Gestern.

Aus längst vergangener Zeit .

1. November 2017

LEBENsherbst

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 9:25 PM

wald-zeichnung.jpg

Wie eine Schattenzunge

schiebt die Dämmerung sich

in mein Zimmer…

durch meine gelbe Seele

fließt ein dunkler Traum.

Und langsam stirbt das Licht

mit einem weichen Schimmer

Dein leises Flüstern

macht aus dieser Dunkelheit

den einen Raum,

den ich begehen will,

und der nach langer Reise

für Dich und mich

die Türe offenhält.

Und mitten durch mein Sein

fließt Deiner Silhouette Licht

und lässt  ahnen

was mich am Leben hält…

Es ist die Dämmerung nach einem

heissem Sommer ,

die Spiele spielt,

die längst vergessen sind.

Sie zeichnet an die Wand bizarre Sonnenfinger

und selbst im Schatten

weht ein leichter Wind.

Das Leben ruht sich aus

 trägt unsichtbare Dinge hin zu Dir .

 Für eine brache Zeit.

Sie überdauern dort die

kleinen Ewigkeiten, bis hin zum Licht…

und dann sind sie bereit

.

27. Oktober 2017

ferne ERinnerung

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 10:33 AM

Wie die Zeit

durch den Tag sickert…

wie eine ferne Erinnerung,

die aus Konservengläsern tropft.

… die Süße der Kirschen,

deren Steine längst Bäume sind,

und wie sommerliche Glücksmomente,

zwischen  Zäune stehen.

Von hier nach da sind wir gegangen.

Losgelassen die Hände,

die bis heute nicht wissen,

wie man Steine wirft.

Und die Zeit spaziert

durch mein Leben,

zupft mir am Ohr:

höre zu, höre doch!

27. August 2017

LOSgelöst

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 1:19 PM

hinter-unserer-jurte

 

 

Die Welt wird weit am Rand der Sprache,

dort, wo sie ausfranst wie herbstspäte Sonne…

Verborgenes und Schweigen schwingt sich leicht durch den Raum

und trägt die Tiefe des Universums mit sich.

 

Das Wortlose windet sich sacht durch das Sein,

und bricht ein in den Lärm des Gesagten

Hinten, am Ende der Straße

steht schon die Leere des Winters bereit.

 

 

 

 

© silkandpaper

16. Mai 2017

gestEIN

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik — Schlagwörter: , , — silkandpaper @ 7:28 PM

traummar

Tage brechen herunter ,

sie gleiten nicht leise , wie sonst, davon.

Der dumpfe Rhythmus allzu früher Morgen,

der die Nächte ausradiert,

als hätte es sie nie gegeben…

Im bröckelnden Gestein der Zeit

ist Erinnerung vergraben,

verschüttet unter schweren Lasten

des längst vergessenen Geschehens …

Im Geräusch fallender Steine,

hinter grauen Fäden aus Staub

versteckt sich ein Wispern.

Abwesenheit von Sprache.

.

©

1. April 2016

eine NACHT im april

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 8:27 PM

facher.jpg

Diese Nacht im April,
eine ungeschmückte Schönheit
im dunkelblauen Kleid.
Nur einen Stern braucht sie,
um dass ich das Diadem erahne,
welches ihre atmenden
Stunden bekränzt.

Noch sende ich ihr
nicht den Blick hinauf,
denn ihre dunkle Tiefe
schmiegt sich an die Häuserwand
wie Chiffon . Und ein Handschuh
aus dem feinem Gespinst von Zeit
fällt in meinen Schoß.

Selbst im einsamen Ton
vom letzten Glas auf dem Tisch
schweben die Träume davon.
In meiner Hand der flatternde Schatten
einer Treppe aus fragilem Papier…
Wie ein halbrunder Mond summt und
tanzt mein schwarzer Fächer.

27. März 2016

hAUCH

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 4:43 PM

blau1

Der kühle Hauch legt sich

und etwas klingt nach,

greift nach dir,

es umfasst dich,

hüllt dich ein in Ungesagtes

du ringst nach Worten

die keiner kennt ,

weil sie deinem Innersten entsprungen.

Am äußeren Rand

des Tages suchst du

verblasste Bilder ,

verwaschene Farben.

Aus dem Gefäß Erinnerung

laufen die Worte über.

Weiche Tropfen

und scharfe Krallen.

Sprache ist wie eine Falle,

die im grünen Moos

aus dem Nichts heraus zuschnappt.

Wie gelähmt verharrst du,

bevor der Klang des Wortes

die Farben findet,

die zerfließen

und nach Sichtbarkeit suchen.

Wie ein Schatten

erwandert der Ton das Wort,

teilt es in Silben

und lässt dich erstaunen.

Für Sekunden ist alles so klar.

Du glaubst zu wissen.

Doch alles verhallt -bis nichts bleibt.

                                                       Auch kein Echo.

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