Silk and Paper

15. März 2016

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — Schlagwörter: , , , — silkandpaper @ 10:49 AM

buch-im-spiegel.jpg

 

die erde wird flach

und legt sich zusammen

wie ein stück papier

was man nicht mehr braucht.

gefaltet der bogen

auf dem ich gezeichnet

und aufgeschrieben

all diese bilder

die mein leben besungen

und die sehnsucht gehaucht…

es raschelt die welt

wenn man seiten umblättert

die länder verschwinden

in einem knick.

landkarten werden zu

schmalen gebinden

gehen so verloren

auf all den lebensreisen

und verstecken sich

im augenblick.

so werden fenster,

die mit wasser beschlagen

bedeutsam und tragen

manch fremde worte.

der buchstabe rinnt

nach dem schreiben hinab,

hinterlässt kleine straßen

versickert, verfliegt ..

verbiegt diesen rahmen

schafft zwischenorte

die welt wird dem fremd

der die worte nicht greift

die sich im papier und am fenster verlieren.

ob sie gläsern ersterben

oder dunkel bestehen

oder irgendwann

leicht wie die federn oder

schwer wie ein stein

das leben erklären…

wir sind die worte, die wir erben.

19.3 2008

 

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