Silk and Paper

27. März 2016

hAUCH

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 4:43 PM

blau1

Der kühle Hauch legt sich

und etwas klingt nach,

greift nach dir,

es umfasst dich,

hüllt dich ein in Ungesagtes

du ringst nach Worten

die keiner kennt ,

weil sie deinem Innersten entsprungen.

Am äußeren Rand

des Tages suchst du

verblasste Bilder ,

verwaschene Farben.

Aus dem Gefäß Erinnerung

laufen die Worte über.

Weiche Tropfen

und scharfe Krallen.

Sprache ist wie eine Falle,

die im grünen Moos

aus dem Nichts heraus zuschnappt.

Wie gelähmt verharrst du,

bevor der Klang des Wortes

die Farben findet,

die zerfließen

und nach Sichtbarkeit suchen.

Wie ein Schatten

erwandert der Ton das Wort,

teilt es in Silben

und lässt dich erstaunen.

Für Sekunden ist alles so klar.

Du glaubst zu wissen.

Doch alles verhallt -bis nichts bleibt.

                                                       Auch kein Echo.

24. März 2016

BLAUes Gewand

Filed under: privat, sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 11:33 AM

Am Saum der Kontinente ,
aufgefädelt das tiefe Blau des Meeres.
Die Welt, eine Dame im Wolkendunst
auf der Suche nach gelber Seide,
wirft sich im Auf-und Abwoben
an die Strände.

Knöpfe aus Permutt und
bernsteinerne Fibeln halten das Gewand
aus Traum und Erwachen,
und die  Sirenen, ihre Kammerzofen,
halten immer noch nach Odysseus Ausschau .

Am Saum der Kontinente
werden wir angespült, winzige Organismen
inmitten von Galaxien.
Auf der Suche nach dem, was wir nie verloren,
weil wir es nie besessen hatten.

19. März 2016

mondsee

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 3:03 AM

mond im märz


Da ist der Mondsee
und die silbernen Kronen der Sterne,
die weit ab im Dunkel
ein eigenes Königreich errichten.

Planeten, die auseinander stoben
und dem Baum vor dem Haus
ein Diadem um die
kargen Äste schlingen.

Auf der Rast
zwischen den Zeitreisen durch die Galaxie
lässt uns der Frühling
die Unendlichkeit erahnen.

Irgendeinmal wird  sichtbar
wie die Zeit mit den Sternschnuppen reist,
die Erde umsäumt    
und der Mond
wird immer noch einen Schleier tragen.

.

15. März 2016

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — Schlagwörter: , , , — silkandpaper @ 10:49 AM

buch-im-spiegel.jpg

 

die erde wird flach

und legt sich zusammen

wie ein stück papier

was man nicht mehr braucht.

gefaltet der bogen

auf dem ich gezeichnet

und aufgeschrieben

all diese bilder

die mein leben besungen

und die sehnsucht gehaucht…

es raschelt die welt

wenn man seiten umblättert

die länder verschwinden

in einem knick.

landkarten werden zu

schmalen gebinden

gehen so verloren

auf all den lebensreisen

und verstecken sich

im augenblick.

so werden fenster,

die mit wasser beschlagen

bedeutsam und tragen

manch fremde worte.

der buchstabe rinnt

nach dem schreiben hinab,

hinterlässt kleine straßen

versickert, verfliegt ..

verbiegt diesen rahmen

schafft zwischenorte

die welt wird dem fremd

der die worte nicht greift

die sich im papier und am fenster verlieren.

ob sie gläsern ersterben

oder dunkel bestehen

oder irgendwann

leicht wie die federn oder

schwer wie ein stein

das leben erklären…

wir sind die worte, die wir erben.

19.3 2008

 

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