Silk and Paper

27. Januar 2015

SCHATTENmenschen

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 11:46 AM

winter

Wie sie heraustreten, diese Menschen,
die bis dahin verschwunden waren
im grauen Mauerwerk
ihrer bröckelnden Fassaden.

Sie lösen sich langsam
wie ein Schatten aus dem Stein,
und machen den Tag noch dunkler
und kälter als sonst.

Wie alte Haut schält sich der Mörtel
und staubt den Schnee ein,
der wie ein Blatt Papier, tausendmal radiert,
grau eingefärbt  wird.

Ein schwacher Wind steigt auf,
nur gerade soviel, dass er aufstieben lässt,
was in der Luft liegt , und auftreibt
in den beginnenden Tag.

Belegt sind sogar deren  Worte,
und aufgerieben vom Sand,
der über die Straßen weht und
vor dem Sturz im Schnee bewahren sollte.

Nicht immer gleitet der Mensch
auf eisigem Boden aus. Doch er
kann stürzen und fallen und
Staub werden-  durch seine Worte.

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