Silk and Paper

11. Dezember 2014

kALTe tafel

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 8:29 AM

Bild 056

Der Himmel, eine kalte Tafel,

gefrorene Sonnenstrahlen im Reif

knisternde Äste, windstille Ecken,

das Fenster schimmert sternenweiß.

Der Winter dringt durch Türenritzen,

still ist die Straße, Atemluft gefriert.

Der Frost , ein unsichtbarer Künstler

will, das sein Werk die Städte ziert.

Er will, dass wir für einen Moment

durch Raureifnebel wie auf fremden Meeren irren,

und jeder Schritt auf überfrorenen Pfützen

ganz zart wie Harfenklänge klirren.

Doch jeder Winter ist eine kurze Sinfonie

in einem Spitzenkleid, das einfach schmelzen wird;

ein kurzes Lied, was rasch verklingt, vergessen.

Ein Stück Erinnerung, die sich ins Heute verirrt.

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