Silk and Paper

22. Juni 2014

abEND


Am frühen Abend liegt sie einfach da,
die Straße, in einem himbeerfarbenen Gewand,
ein braunes Ästelabyrinth, des Schattens und des Lichtes Spiele,
der goldene Schimmer dort am Dächerrand.

Die Röte lässt sich sanft und leise sinkend
herab zum schieferfarbenen Häusergrund,
um die grauen Steine in den Schlaf zu küssen
mit einem wispernd glänzend heißen Mund.

Wie eine längstvergessene süße Wehmut
greift die Schattenhand des Hauses nach dem Licht,
um doch noch leise in dem Dunkel zu versinken.
Der Abend kommt, der zarte Nebel lacht verwischt.

Wie eine Blüte zittert diese dunkelrote Flamme,
und verwelkt jedoch zugleich im schwarzen Schatten.
Die Nacht tanzt schweigend um die Häuserecken,
die früher schon ein langes Leben hatten.

In alten Fluren flackern schmutzige Laternen,
als suchten sie verzweifelt nach dem letzten Licht,
und schicken einen Schimmer in die Dunkelheit,
und zeichnet der Straße weichen Zauber ins Gesicht.

 

Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: