Silk and Paper

11. Juni 2014

beSINNen

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 5:56 PM

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Es sollte immer jemanden geben, der sich erinnert…
Auch dann, wenn Spiegel blind geworden sind,
und im gläsernen Schweigen
sogar die Namen vergessen sind.

Es scheint, als lösche jede Träne ein Jahr im Lebens aus;
Deshalb lasse ich mich vom Weinen nicht trösten…
Aber ich lebe damit  nicht länger oder besser-
Nur trage ich mein Gesicht seitdem etwas höher …

Ob jene versiegten Tränen ihres getan haben,
dass alles Leben verwittert wie Basalt
ich weiß ich nicht; doch steter Tropfen höhlt den Stein
und versickert irgendwann in der Zeit.

Deshalb sollte man sich immer besinnen, wie es aussah,
das unbekannte Gesicht, welches man Sonntags ausführte
und das doch keinen fand, der es mitnahm
in sein schon längst zerfallenes Haus.

 

 

MAR 2008

 

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