Silk and Paper

31. Mai 2014

Filed under: DER mensch als fremder ORT, KLANGsprache, Uncategorized, WEGkreuzungen — silkandpaper @ 9:46 AM

 

 

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30. Mai 2014

SCHATTENdächer

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 9:18 AM

Der letzte Sonnenstrahl vor einer kühlen Nacht-

ein Geträum, gesponnen aus vergangener Zeit.

Wie eine Gardine aus feinster Seide

wiegt sich das Netz der Spinne im welken Gras.

Die Schattendächer der Bäume am Strassenrand-

sie verschwistern sich mit dem ersten Nebeldunst.

Wie lange Finger einer Zauberin im Märchen

winken sie die Träume für uns herbei.

Die Fenster der Häuser sind dunkle, große Augen-

und ihr Staunen über die Dämmerung ein Rätsel.

Über hundert Jahre sahen sie das Kommen und Gehen

was kümmert sie die Dunkelheit von morgen…

Der letzte Sonnenstrahl vor der kühlen Nacht-

eine Bündelung von allen hellen Dingen.

Es war einmal ein neuer Tag…Und es folgte die Nacht.

Immer wieder. Und immer wieder jeden Tag neu.

21. Mai 2014

linienZUG

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 12:13 PM

Ein Schriftzug, der rot durch alle Worte

sich hin zum Inneren des Herzen schlängelt,

ist ein Poem,

das Alles klärt

umrahmt vom großen Sein .

Mancher meint,

es sei Dürftigkeit in der Sprache,

hingeworfen wie Trester,

wenn sich  aus Vielem und Wenigem

 etwas zusammenschiebt.

Und doch ist es oft das Einzige,

was uns aufzeigen kann,

wie klein wir sind in der Nussschale

auf dem Meer der Sprache.

16. Mai 2014

alles NICHTS

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 8:16 AM

tulpe-vergr

Wie ein Körper,
der dem Leben dient
spannt sich der Himmel
über den Tag …
das Geäst aus Stromleitungen
pulsiert leise singend
über diesem Andersort,
wo jeder Wagen
Erwartungen konserviert
und die Zeit ins Blaue fährt.

Wie ein offenes Haus,
dieser Bahnhof,
der den Rahmen setzt für
all diese Tage…
wenn aus dem Lachen der Freunde
kostbare Bilder werden
an diesem Immerort,
wo jeder Luftzug
ihr Atem sein könnte,
und von Ewigkeiten spricht.

Blinde Fenster
diese Wolken, die
wie erkaltetes Glas
den Tag verschließen …
in einer Schachtel
an diesem Niemandsort
wartet ein Falter ,
damit  man ihn aufsteigen lässt
ins Nichts , ins Alles.

1. Mai 2014

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 6:15 AM

himmel hinterzarten 2 gestreckt

Eis-Zeit

Da steht die smaragdgrüne Wand des Waldes,
und die Welt scheint wirklich klein…
mehr und mehr schrumpft sie zusammen,
so das sie ein kleines Bündel wird,
so winzig, um sie in die Tasche stecken zu können.

Im fahrenden Zug gleitet sie an den Scheiben entlang,
heraus aus meinen Augenwinkeln
und verliert sich im Nichts der Stadt hinter mir.
Die Stille greift nach mir
wie ein großer Vogel und trägt mich hinweg.

Gelbe Vierecke, Felder und Wiesen sind die
zusammengelegte Kleidung der Landschaft,
umsäumt von mohnrotem Garn,
ausgefranst flattern die Ähren wie Leinentücher im Wind.
Glasblau liegt der Gletschersee…

der sich alles zurückholt, was er in der Eiszeit verlor.
Libellen suchen im letzten Licht nach ihren Kindern
Über dem kalten Wasser schaukeln sie und
beweinen den Verlust mit einem schimmernden Flügelschlag.
Die Welt will schlafen. Die kleine, große Welt.

MAR

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