Silk and Paper

24. November 2013

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 5:37 PM

grüne tränen

Grüne Tränen auf grauem Asphalt.

Einen Moment  nur dauerte

die Trauer der Bäume

im Fluss der Zeit.

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9. November 2013

sprACHe

Filed under: philosophische FRAGMENTe, Uncategorized, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 4:00 PM

hand

Wer Sprache liebt, lässt sie auch lebendig bleiben. Dichter sind die Schatzmeister unserer Worte. Sie sammeln und bewahren  alles auf,  jedes Wort,  jede Stimmung,  manches  Schöne und  manches Hässliche, und sie machen daraus etwas, was unseren Kindern zeigen kann, dass es mitunter möglich ist, die Ewigkeit für Momente erschauen zu können.

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© Mar

umschlingende nachBARSCHAFT

Filed under: Uncategorized, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 2:29 PM

balkon 025

Die Prunkwinden auf meinem Balkon meinten es in diesem Jahr wirklich gut mit mir. Meterlange grüne Girlanden aus Blattwerk und blauen und weißen Blüten winkten jedem zu, der seine Augen zu meinem Balkon hob. Nachbarn muss das sehr beeindruckt haben, wie verzaubert der Balkon immer aussieht, bis jetzt in den späten Herbst hinein . Mittlerweile ernte ich die Samenkapseln. Jemand von gegenüber rief mir zu, er wolle gerne , wenn es geht, Samen dieser Prunkwinde auf seinem Balkon pflanzen und ob er welche bekommen könne…

Am Abend klingelte er bei mir und brachte wiederum  seinen Nachbarn mit, der auch ganz gerne Abnehmer dieser fast  Ganzjahresgrüner  sein wollte.

Nun werden im nächsten Sommer meine Prunkwinden  auch die Balkone meiner Nachbarn begrünen und irgendwie finde ich, auch den Menschen umschlingen, wie in einer freundschaftlichen Umarmung. Man kann sich wirklich fast ohne Worte näher kommen, und sei es durch eine Kletterpflanze.

8. November 2013

… aus der erINnerung

Filed under: privat, sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 6:07 PM

romakapelle

Roma-Kapelle in Berlin -Friedenau

Ist es ein Vers? ein Gedicht? Ohne Reim,

wenn ich schreibe,
dass die Musiker heute
aufspielten auf der Straße
und sie bei jedem Menschen stehenblieben
der ihnen zulächelte…

Klingende Münze

in einem Becher aus Papier…
Ein Kind tanzt und lacht und
im Geschäft nebenan lassen die Verkäuferinnen
ihre Hände sinken, um der Straßenkapelle lauschen…
Ist das ein Poem, dieses Bild?

Ein betrunkener Mann

läuft an der Mauer entlang und weint
leise Tränen  und spricht von der
verlorenen Liebe. Am Blumenstand greift er sich
einen Strauß und ohne zu bezahlen
flieht er davon.

Im U-Bahnhof wartet er mit den gestohlenen Blumen

und erinnert sich plötzlich, dass er
niemanden mehr hat, wen er damit glücklich machen kann.
Flüsternd überreicht er einer alten Frau
das Bouquet und schläft auf der Bank seinen Rausch aus.
Ist das ein Lied? Ist das ein Vers?

Der Himmel steht wie ein großes Gewölbe

und es riecht nach Musik und
nach Blumen, die gerade knospen.
Die Bäume spielen Traubaldachin und
die Häuser stehen Spalier,
wenn der Bräutigam umsonst zum Altar schreitet…

…mit gestohlenen Blumen und der Kapelle

aus einem anderen Land. Männer, die kleine Münzen
von uns erbitten, um morgen das tägliche Brot
kaufen zu können…mit dem Lächeln der Frau,
die unerwartet beschenkt in die Bahn einsteigt.
Ist das ein Vers, ein Bild? es ist: Leben.

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©MAR  / 2008 auf dem Heimweg in der Rheinstrasse in Berlin erlebt

6. November 2013

weißer SPIEgeL

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 4:15 PM

weiß

Der weiße Nachmittagshimmel im Herbst,

bevor uns die Dunkelheit mit ihrem Spielbrett aus Sternen

zur Nacht und ihren Träumen einlädt;

ein langer Tafelspiegel, matt geworden.

 

Die letzte Helligkeit  gräbt sich durch Häuserschluchten ,

und wie ein sanfter Fluss umschifft sie die Bäume.

Eine Krähe schwingt sich aus den Ästen,

im Nebel, wo Geister lachen, ist  ihr Zuhause.

1. November 2013

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 8:45 AM

mond

Ich komme aus der Zeit.

Nicht aus dem Gestern oder Heute.

Aus Nichtbenennbarem.

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