Silk and Paper

25. August 2013

einen moment wehMUT

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 7:30 PM

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Der Sommer verliert seine Unschuld…

Der Tag ist überzogen mit einem Hauch Herbst

am frühen Morgen.

 

Der September  kommt leise, langsam.

Wie ein noch nicht offenbarter  Betrug, der beständig wächst

mit jedem Lächeln.

 

Noch dreideln weiße und blaue Blütenblätter

mit dem warmen Wind ins Zimmer.

Ein geliehener Farbenzauber …

 

Die halbe Flasche Wein  steht im Sonnenlicht

um im Spätherbst dem letzten Salat

Essig zu sein.

 

Alles geht dahin mit der Schwermut

eines einsamen Tages im August-

grüne Schatten am Fenster.

13. August 2013

die ERINNERUNG an dich

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 7:19 PM

Die Erinnerung an Dich
fasst einen Moment,
umsäumt von einem Stück Zeit,
die sich einst
mit der Ewigkeit verband.

Herausgelöst ist sie,
die eine Sternschnuppe
aus der Galaxie ,
die aufflackert und
im Nichts verscholl.

Erloschen im Exil,
zwischen den langen Nächten
des Winters.
An rätselhaften Horizonten
einsames Geheimnis.

Gedanken an Zeiten,
deren Lauf an den Ufern
der Milchstraße endet,
versanden für immer
im Niemandsland.

Die Erinnerung an Dich
ist das nahe Fremde,
unwirklich groß,ein Meteorit,
der einen Krater schlug
und verglühte.

Irgendwo draußen
treibt ein Sandkorn durchs All
reibt an der Zeit,
wie der kleine Moment,
an der Unvergänglichkeit.

8. August 2013

ende eines SommerTAGes

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 11:28 AM

Müde vom heißen Schweigen war die Stadt,

wie die endlos lange Wortpausen in einem Einakter

…und dann doch mit Applaus belohnt …

Regen.  

.

6. August 2013

beNENNen

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 4:12 PM

.mond12
.
Was man nicht benennen kann
.

Die Zeit danach…

ein Geschenk für dunkle Tage ,

wo die Erinnerungen warten , ausgepackt zu werden ;

verschnürt, wie ein Geschenk ,

das wir kurz bestaunen und es

im Labyrinth des Seins verstecken

und wir all die Jahre durch das eigene Leben irren ,

und nie die Antwort finden auf die Frage:

was wird sein, was ist gewesen, wo ist die Wunde,

die man mir geschlagen…

im Garten Eden,

wo die Sprache unter der Sprache verstummt erscheint

und doch Du der Gärtner bist für bittere Kräuter ,

deren Ernte reichlich sein wird …

Sprich nie aus, was Du noch nicht benennen kannst,

zeitlebens hörst Du es ,

dieses Knistern am Papier,

worauf Du Dich zu verewigen suchst.

Die Nabelschnur , die Dich nährte, ist am achten Tag verdorrt,

und wie das Zeichen, was Dich zum Menschen macht,

wird sie , vergessen zwischen Gaben und Bändern ,

der Wegweiser sein zur Vergangenheit vor Deiner Zeit;

wo Du wieder sein wirst, wo Du gewesen, wo die Wunde ist,

die man Dir geschlagen…

im Garten Eden, wo Vertriebene aus Babylon

sich der noch nicht existenten  Wörter bemächtigen ,

und den Erinnerungen des Lebens Atem einhauchen

und sie wirklich Dein werden.

Niemand wird Dich nach dem Schweigen fragen, und auch nicht nach den Worten,

die Dir  zu unerreichten Orten nachstellen.

Auch dort besteht Leben aus fünf Buchstaben ,

die miteinander verwoben, das NICHTS benennen.

Und wie der Uhrzeiger , der Dein Hier und Sein anzeigt und auch das Dort und Nichts ,

auf der Landkarte der einfachen Tage…

wo Du sein willst, und nicht gewesen, weil man Dir dort die Wunde schlägt,

deren Namen Du nicht kennst…

Im Garten Eden, wo Grün nicht immer Leben bedeutet,

sondern wie Nymphaea  , die mit dem letzten Schlick im Sumpf

ihre vollendete Schönheit nähren.

*Nymphaea = Seerosen

.

©Mar

 

 

SommER

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 11:14 AM

tagmond im mai

Die Luft zerfällt

in ihre Elemente.

Der heiße Atem

trägt die Geräusche fort.

Sogar die Zeit flüstert.

Sie will

die Ewigkeit nicht wecken.

.

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