Silk and Paper

6. November 2012

TAKTstock des lebens

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 10:02 AM

buchvorhangeschloss1

Leise gleite ich ins Niemandsland hinein,

der Dirigent nimmt mich an die Hand…

zeigt mir Sinfonien auf- in Nebelschwaden,

Noten, die ans Fensterglas tropfen,

brache Felder, ein gelbes Land.

 

Ich tauche hinab und schwebe dahin,

der Taktstock tanzt, ein schmaler Wicht…

der alles urplötzlich zusammenbringt,

die hundert Gesichter des Lebens

brauchen die großen Worte nicht.

 

Die kleinen Dinge sind’s, die wirklich zählen,

die Heiterkeit, die am Himmel hängt…

der verlorene Handschuh, die kleinen Blessuren,

ein Lächeln, die Liebe, verlassen werden,

das ist, was uns zum Leben hin drängt.

 

Der Wagen hält,  doch der Zug fährt weiter…

Es gibt noch so viele glückliche Orte;

So viel Geheimnis um fremde Stationen,

die Heimat werden oder ewig fremd…

so wie manche Sprache und zu viele Worte…

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