Silk and Paper

30. Dezember 2011

WIRklichkeit morgen

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 10:45 AM

Bild aus meinem Privatbesitz : Kunito Nagaoka aus der Hommage für 6 japanische Nobelpreisträger  ( Foto verfremdet)


Wirklichkeit,

verstörend schöne Geliebte…

Selbst im  Untergang der Welt

schimmert sie lebendig  rot.

In dunklen Ecken

wuchert das Kraut,

gegen das nichts mehr wachsen wird.

Im Schlick sonnt sich

die Echse, im zornigen Gelb gewandet ,

fossiles Erbe der Welten vorher.

Doch keine Spur,

kein Abdruck des Schattens

menschlichen Seins.

Nur noch  Bäume zeichnen

mit den Wurzel Konturen unter das  Erdreich.

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23. Dezember 2011

STAUB

Filed under: DER mensch als fremder ORT, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 5:32 AM

Staub

ist schon etwas

längst Vergangenes.

Selbst der,

welcher auf Büchern liegt.

Warum

mich allzu lange

daran aufhalten.

Bevor

ich zu Staub werde

lebe ich

in der Gegenwart.

15. Dezember 2011

NIEMANDsland

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 8:59 PM

traum-mutter-kind.jpg

Ich bin im Niemandsland gestrandet ,
als ich das Tor der Namenlosen durchschritt.
Im großen Nichts fand ich verlorene Zwischenräume,
die leer zwischen den unsichtbaren Mauern hingen.

Ich spürte den vergangenen Schritten nach
die sich im Uferlosen verliefen und dann doch
im Nachhall zwischen den nächtlichen Mauern
verloren und im tiefen Brunnen versanken.

Ich bin hier ein namenloses Wesen,
das zu erkennen keiner Worte bedarf
Nur Buchstaben geben meiner Hülle Gestalt,
und Worte, die keiner ergründet.

Ich bin im Niemandsland gelandet,
und es zählt schon längst mein Inkognito nicht mehr.
Hier weiß jeder, das alles Vergessene
nur in einen alten Koffer passt

12. Dezember 2011

NEUbeginn

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 11:53 AM

Als meine Trauer erschöpft

auf den Boden sank,

ganz unten, da,  wo kein Lichtstrahl

sie je wieder erreichte,

zog ein Blitz durch den Himmel-

Nur ein Zucken, doch hell genug

mich im Fenster zu spiegeln,

und die Düsterkeit um mich

nur ein letztes Mal  aufleben lassen.

Nun kann ich allerorts leben.

5. Dezember 2011

christmasSONG

Filed under: KLANGsprache — silkandpaper @ 4:52 PM

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