Silk and Paper

27. April 2011

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 4:23 AM

kaleici
 
 

5 Uhr morgens-

die fremde Katze verharrt

im letzten Licht des Cafe’s,

oben im Baum schreit eine Krähe,

die Amsel übertönt

jedes startende Auto,

in der Ferne klingelt ein Wecker,

der Leiterwagen holpert über

das Kopfsteinpflaster und

der Zeitungsträger raucht die dritte Zigarette…

die schleicht weiter, die Katze

das Licht wird geloschen,

die Krähe fliegt zum anderen Baum.

Die Amsel singt, als wäre sie der

letzte Botschafter jeglicher Musik,

das Auto findet seinen Weg,

eine müde Hand legt sich auf den Wecker,

der Leiterwagen steht vor dem Haus

und der Zeitungsträger

sitzt für einen Kaffee auf den Stufen…

Sein großes Schlüsselbund schliesst

alle Türen auf zu unserem

nächtlichen Paradies und alle Wahrheiten,

die am Abend schon Vergangenheit sind

liegen gut verschlossen in

einem Briefkasten bis zur siebten Stunde.

Im Vorübergehen grüßt man sich als Nachbarn

und schon bevor man antwortet kann

ist er verschwunden.

Es ist nicht mehr seine Zeit.

2oo9

 

5. April 2011

NICHTS geht mehr

Filed under: sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — silkandpaper @ 8:59 AM

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…an Grenzen gestossen,

sich am Unverständnis gerieben,

in dunklen Tagen alleine geklagt…

Warum also Hof und Tor öffnen,

für den winzigen Lichtstrahl,

der nur Eines kann:

Flackern und Verglühen.

Nichts geht mehr…

1. April 2011

ZERfliessen

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 9:43 AM

Zeit , die durch das Zimmer wandert,

als Licht, als Staub, als dämmriger Schatten…

ist Erinnerung an Bilder aus alten Zeiten

und an Alles, was wir noch nicht hatten.

Sepiabraun, ein Gesicht  färbt den Ort.

Ein Geheimnis zerfließt auf altem Papier.

Im Licht glüht es weiß, der Schatten ist weit…

Die Zeit verharrt. Du bist nicht mehr hier.

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