Silk and Paper

15. November 2010

dunkle, WEITe bläue

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik, wahrNEHMungen — Schlagwörter: , , , , — silkandpaper @ 9:29 AM

 

Oben,

in der dunklen, weiten Bläue,

wo die Tiefe schon verloren geht,

lebt die Stille dieser ersten kühlen Zeit.

Alle Wildheit meines Sommers ist

im ersten Schnee des Winters schon versunken,

und abends wird die Sprache weit.

 

Wie

ein Kondensstreif eines Horizontenschiffes,

der einen Himmel für Momente teilt,

so kann selbst Sprache durch ihre  Tiefen  schweifen

und auch zerfallen… Bedeutungsschwer wird alles

was einst Leichtes war. Zersplittert jedes Wort…

Behende werde ich  nach diesen  Wortfragmenten greifen,

 

 in

dieser ersten kühlen Nacht, in diesem Wind,

der alle Silben Deines Seins in meine Hände legt.

Er flüstert, um die Einsamkeit ins Schweigen zu wiegen…

in ihm entdecke ich   die filigranen Töne Deiner Worte.

Sie werden aus den Splittern DU und ICH  geboren.

Und werden ewig beieinander liegen.

 

Advertisements

2. November 2010

ZEITläufte

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 12:16 PM

Vielleicht  plötzlich,

wenn die Zufälligkeit

in das Leben spaziert,

und  Zeitläufte

für Momente still in sich ruhen,

siehst du,

daß hinter Nichts

Spektakuläres wohnen kann.

Bloggen auf WordPress.com.