Silk and Paper

25. Juli 2010

meine ZEIT scharrt an der tür


Meine Zeit scharrt an der Tür.
Ungeduldig ist sie und harrt aus.
Schon ein Leben lang.
Nie nahm ich ihr lautes Klopfen so wahr
wie heute…
An der Klinke rüttelt die Ewigkeit.
Sie stand  da schon am Tag meiner Geburt,
lindgrün gewandet und weise.
Nun schimmert sie moosfarben durch mein
aufgerissenes Leben.
Vorbei.
Die Tür schliesst sich.

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ZEITschleife

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 8:01 AM

Das Wort.

noch immer enthaust ist es,

nachdem es zerborsten.

Noch keine Tür

und kein Fenster ,

kein Schatten,

kein Licht.

Die Linie,

in Zeitschleifen gewunden,

kündet von Wiederkehr.

Durch welche Tür,

welches Fenster?

Schattenreiter.

Lichtgestalt.

Der Raum,

gekrümmt zum

endlosen Kreis am Horizont.

Kein Anfang,

kein Ende.

Die Wanderschaft

in der Sprache.

5. Juli 2010

wenigER

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 8:08 AM

Weniger als ein Jahr, das zerfliesst im Gehen
und weniger als schwarze Tränen,
die in alle Wasser rinnen…
Weniger als Du denkst
sind die Schritte, die Du setzt…
winzige Schatten, die Dich zum Tod führen,

Nur eine Sequenz, nur ein Aufblitzen,
nur einen Feuerstrahl lang,
der vom Himmel herab die Erde zerteilt.
Weniger als der letzte Winter und
weniger als dieser Sommer ist der Rest,
der mir bleibt.

Nur ein endloses Gedicht, nur ein Tag,
der unvollendet mir in die Arme fällt.
Weniger als eine Nacht…
Sag nicht: morgen ist auch noch ein Tag!
Morgen ist morgen und Heute ist
längst vorbei.

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