Silk and Paper

15. April 2010

NELLY

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik, WEGkreuzungen — silkandpaper @ 8:44 AM

Nelly

Unvergessen

Dein schmerzliches Gehen.

Dieser Mai war lau

und einen Moment lang

verdunkelte sich der Himmel.

Doch dann plötzlich:

alle Deine Verse,

sprühten tausendfunkengleich

in die Ewigkeit.


Damals,

als ich Dich traf, in all den Worten,

war alles schon schattenlos

atemlose Stromschnellen…


Die Erde war grau,

selbst kleinste Steine schwer

im ruhigen Paradies

zorniger Nordwinde.


Menschenleere Karawanen

zogen als Wolken

über Dich hinweg, und doch:

zwei winkten Dir zu.


Einer war,

der gehen musste in dunkler Nacht.

Der andere, der gehen wollte,

am sonnigen Tag.

Zum 40. Todestag von Nelly Sachs am 12. Mai 2010

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