Silk and Paper

13. Februar 2010

eins

Filed under: ZEITgeist und abgesang — silkandpaper @ 8:41 AM

Der Romanist und Literaturwissenschaftler Victor Klemperer schuf mit seinem Werk LTI – Notizbuch eines Philologen eine literarisch bearbeitete Bestandsaufnahme der Sprache in Deutschland zwischen 1933 und 1945. Der Werktitel mit der möglichst unverfänglichen Abkürzung war bereits eine Parodie auf die Abkürzungswut der Nationalsozialisten: LTI stand für Lingua Tertii Imperii (lateinisch), also für „Sprache des Dritten Reiches“.

Klemperer vertrat darin die These, dass es weniger einzelne Reden, Flugblätter, Wörter oder ähnliches waren, die den größten Eindruck in der Bevölkerung hinterließen, sondern vielmehr die stereotypen Wiederholungen des ganzen Wortschwalls. Sie führten zu einer ständigen Beeinflussung im Sinne einer Suggestion.

Zwischen 1945 und 1948 schrieben Dolf Sternberger, Gerhard Storz und Wilhelm E. Süskind für die Zeitschrift „Die Wandlung“ ähnliche sprachkritische Beiträge über die NS-Sprache. 1957 wurden diese als Buch unter dem Titel Aus dem Wörterbuch des Unmenschen veröffentlicht.

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