Silk and Paper

1. August 2009

die TÜR fällt zu

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 7:07 AM

Wenn nur der Gram ein Leben bestimmt,
bleibt man klein und wird nie wachsen an seinen Taten ;
man bleibt blind für die Facetten und bewegt sich
selbst am hellen Tage nur im Schatten.

Wie ein jeder Krieg, der in der Nacht
in Dunkelheit des Geist’s geboren, reisst er in Stücke,
und teilt mit unbedachtem Wort Befehle aus,
und sprengt die letzte eigene Brücke.

Man geht nach Haus, und ist sein einziger Begleiter,
am schweren Mantel haftet nur ein langer Tag.
Vielleicht ein Stück von Einsamkeit und in der Tasche
klirren kleine Münzen, und ein zerrissener Vertrag.

Mit diesen Fetzen von beschriebenem Papier
will man dem kalten Sein in dieser dunklen Nacht
sich Wärme schenken. Welch ein leerer Traum ,
sich selber einzuheizen. Ohne Sinn und unbedacht.

Und jeder Krieg , der erst auf dem Papier entsteht,
und nur eines will, das schlimmste Übel Tod,
beginnt ganz klein. Und reisst alles mit sich mit,
und irgendwann  ist es zu spät für’s eigene Rettungsboot .

Die Tür fällt zu. Der Mantel hängt am Haken,
und täuscht nur vor, das da noch jemand wär…
Wie laut man ruft, wie oft man hinter Schränke schaut…
Wer blind um sich schlägt ,sich grämt und hasst, bleibt klein und leer.

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