Silk and Paper

1. August 2009

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 7:17 AM

 

himmel hinterzarten 2 gestreckt

 

Ich umarme Dich
und Du zerfällst
wie ein Traum,
der sich langsam
vor dem Erwachen
auflöst , verschwimmt
und entschwindet.
Alles geht seiner Wege.
Hände wandern über
meine Haut,
umschliessen mich…
und Dein Gesicht,
gemeißelt aus Schweigen
ruht sich aus
auf meiner Schulter.
Deine Augen
wandern ins Weite
die ich hinter mir lasse…
und die Füße stehen auf
schwankendem Boden .

 
Das Schiff gleitet davon.
Du zerspringst in tausend Stücke ,
der Wind zerpflückt Dich
bis in weiter Ferne nur
ein letzter Punkt zerfloss.
Ich umarme Dich .
Wie Diebesgut halte ich
Dein Bild
in meinen Händen ;
es enthüllt Dich als Fremden,
der kam und ging
und nun ganz verblasst.
Wie ein großer Atemzug
bläht der Wind dieses
einsame Segel aus Deiner Fotografie
und trägt Dich davon.
Nichts bleibt,
nur ein Schatten und
ein unsichtbares Boot
und die Erinnerung.
 
MAR 2009

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