Silk and Paper

15. November 2008

ABreise

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik, Uncategorized — silkandpaper @ 6:37 AM

 

 

hand


Abreise

Wenn der Moment stehenbleibt,
wenn er an den Mauern haftet,
und an den Erinnerungen
und aus den Nebel schweigend steigt-

dann ist es wie neu geboren sein,
man denkt: wo ist die Zeit dahin,
die mir am Körper war wie schwerer Tand
und eigentlich nur blasser Schein…

ein Schatten schiebt sich über die Minute
und alles wird hinweggewischt
was nie gebraucht und überflüssig war
und nur als Gast auf den Gedanken ruhte…

Nimmt der Moment mich wirklich immer mit
auf seinen vielen Endlosreisen?
Sind die Stunden zu wenig? Der Augenblick zu schnell?
Ich halte mit der Zeit nicht mit.

Die Unruhe schweigt und keine Feder schwingt.
ich bleibe stehen, wie die Bahnhofsuhr,
der Kofferträger trägt meinen Tag nur für Sekunden
die Türe schließt. Der Zug fährt ab. Das Leben singt.

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