Silk and Paper

15. November 2008

GEHeimnis

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 6:45 AM

massada1

Geheimis

Du wirst nie mein Geheimnis aufbrechen,
tief verschlossen, wie im Inneren die Nacht.
Nie den Seelengrund erschauen
nie dem eigenen Wort vertrauen
sondern nur der Gast an meiner Türe sein, der lacht.

Losgelöst die ganzen Schnüre , das Geschenk,
was meine Worte locken sollte, bricht das Schweigen.
Und Du suchst Dich in den Zwischenräumen,
und beginnst, ein Leben zu erträumen,
und im Reden deinen Kopf zu neigen.

Wie ein Schiff, so sinkt das Bild von mir ins Uferlose,
Blass und ungehalten gehst Du fort aus diesem Raum.
Fetzen fliegen auf und legen sich auf Tischen
eine Hand wird den Moment wegwischen
wie am Morgen Deine Hand den müden Traum.

Immer wieder wird es sein, das ich so vor Dir stehe
und ich bin doch fern, noch ferner als Dein Blick.
Und so lang in Deinen Augen Fragen leben
und die Angst vor all dem wesentlichen Geben
kehre ich zwar heim, doch nie zurück.

mar 2008

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