Silk and Paper

7. November 2008

denn die ZEIT wurde verlassen

Filed under: DER mensch als fremder ORT, sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 12:01 PM

Immer
nehmen wir uns selbst die Erwartung…
und stehlen uns
aus dem Leben fort.
In Eile ein Bild,

 ein kurzes Lachen

Am Bahnsteig der Liebste,
dem wir die Vorfreude nehmen,
er weiß schon längst,
wie törricht es ist,
auf den Herzschlag zu lauschen.

Wir warten nächtens
in fremden Filmen zu wohnen-
tanzen fremde Tänze
und in der Luft schwebt die Straße
wie eine Fata Morgana
und es brennt das Benzin…

Immer wieder weiß man :
die Welt muß stillstehen
für einen Moment.
Sie muß ruhen
in diesem Augenblick.

Und Bilder
aus der bewegenden Welt
zögern das Sein hinaus ins Morgen.

Still war es,  das Gewesene,
denken wir,
und ahnen doch,
das es auch hier
eine Erwartung gab,
die dem Bild
nie standhalten konnte,
wenn der Zug
im Bahnhof einfuhr.

Dort stand er,
der Liebste. Und er ging fort.
Denn die Zeit
wurde verlassen
schon längst vor der Zeit.
Was bleibt ?
Nur die Momentaufnahme
aus der Hast herausgelöst.
Ein Gesicht, verschwommen
und ein
gestohlenes Glück.

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