Silk and Paper

30. August 2007

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 5:10 PM

imageflowers-balkon-1-nahaufnahme.jpg
wirst du jemals

wirst du
meine worte
jemals bewahren?
oder vergräbst du sie
tief im angehaltenem atem
deiner nie gelebten sehnsucht?

unerschütterlich
werde ich daran glauben…
dass du an der verletzlichkeit des
lichtes die nacht erkennst und den tag.

verschwenderische
sprache ,die wie ein quell dir nachspürt,
……doch sie stillt nicht den durst der liebe

.

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 4:50 PM

kaleici-dez.jpg

Das Rot zuletzt

Das Sommerschiff vertäuen sollt‘ ich . In den Hafen legen
Es schwimmt mir sonst davon im Herbst. Ertrinkt
im grauen Meer der tausend Tropfen schwerer Regen
Nimmt alle bunten Verse mit zum Ozean. Versinkt…

Der Berg ist weit, an dem mein Schiff zerschellen kann
Noch sehe ich das grüne Blau der Wellen, keine Gischt.
Die Hand zur Linken lotet alle Tiefen aus , ist Steuermann
Die Rechte schreibt – und kennt den Hafen trotzdem nicht.

Auf schwarzen Wellen reitet jetzt der Herbst. Er täuscht in Farben
Grün für das Meer der Worte ; der erste Raureif bringt den weißen Tod,
das blaue Firnament am Mittag wiegt die gelben Garben,
Braun lügt die müde Erde uns mit welken Blättern. Und zuletzt das Rot…

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 10:50 AM

titelfototo-homepage.jpg

Vorbeigehen
Am gewesenen Ich
Am Licht, am Dunkel
Am Abgrund ,dem süßen,
der verlockend mich
mitriß ins Uferlose
der einen Liebe.

Vorübergehen
Aus den Augenwinkeln
den Schatten, die Menschen
sehen, die eilen und stehen,
die mich berühren,
für Sekunden mich streifen
wie ein Hauch.

Dahingehen.
Zum Selbstsein,
zum sich und zu Dir
Über Gipfel und Brache,
in der die Fülle zu viel und
die Leere zu wenig
im Nichts sind .

Davongehen.
Von uns und der Zeit.
Vom Wind, der uns streifte,
vom tröstenden Baum.
Über den Rasen, verdorrt.
Der von den Worten
nicht grünen wird.

Hinweggehen über
sinnleere Fragen der Welt,
die das Luftschiff verankern
am trockenen Boden.
Nur die schäumende See
trägt unsichtbar das Salz
meines Körpers mit sich..

Hindurchgehen durch
Dich und durch mich.
Durch das Sehnsuchtsvolle.
Durch den Klang und
die Farben der Gebirge
durch seichte Wasser-
und der Strom fließt zum Meer.

Hinübergehen, auf dem
kenternden Boot des Lebens
die Fracht meines Seins
behüten und halten und
am anderen Ufer
die Verschnürungen lösen,
im murmelnden Sand.

Hinzugehen auf die
Bläue des Lichts,
auf das Zittern Deiner Lippen,
auf Dich und auf den
Kontinent , der nie erkundet ,
hell in seiner Wildheit
auflacht. Und weiterlebt.

Mitgehen mit dem Sturm.
Nicht die Sanduhr sein,
die umschließt und Zeit zählt.
Mit Dir auf den Wolken
des Lebens reiten… überall
könnten wir der
Sand im Getriebe sein.

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 9:44 AM

seide-rollen.jpg

 

liebe
fragt nicht
nach ferne
oder
nach nähe
sie umfängt dich
gegenwärtig
und selbst noch im sturz
weißt du
sie hält dich fest
.

29. August 2007

billie holiday

Filed under: KLANGsprache — silkandpaper @ 4:50 PM

für nostalgische stunden…ein gutes glas wein, eine stunde in der dämmerung und dann- billie holiday- perfekt…

billie holiday -autumn in new york

Filed under: KLANGsprache — silkandpaper @ 4:39 PM

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 2:38 PM

ein-teil-des-zimmers.jpg

 

 

stilles zimmer

 

du kannst dich verfangen
denn alles ist offen.
die leere ist bereit
zum blinzeln.
stille dehnt sich aus
zerschneidet die luft
innen und aussen.

 

wartende sind
keine abgewiesene mehr.
keinem sehnsüchtigen
versperrt sich
der schritt ins freie
durch den vorhang
ins dahinter.
durch türen die nie
türen waren.

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 2:31 PM

massada-israel.jpg

 

…und wieder einmal schaukelt
mein kleines boot der worte
in den hafen der verse

 

buchstaben- miteinander verkettelt
wie das gespinst eines fischernetzes
hatte ich ausgeworfen…

 

um sie hinabsinken zu lassen
in den urgrund des gewässers.
ins dunkel der sprache

 

jede sanfte welle der worte
zwitscherte wie ein leises seufzen
bis der sturm alles aufwühlte

 

und mir mit der weissen gischt jeden
buchstaben wieder aus der tiefe hob
damit ich sie alle wiederfinde

 

die gedichte, die versunken waren im
kalten grund der wortlosigkeit..
um sie wieder in meinem

 

schaukelnden boot zu versen
vernetze und das feine geflecht
dir zum geschenk mache

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 2:16 PM

imageflowers-balkon-2.jpg

 

schon lange
gehen meine wörter
in anderen gefilden umher.

 

in sprachbildern
zeichnen sie das
volle satte leben

 

die leeren zeichen
der worte warten geduldig.
sie verstecken sich

 

hinter den tapeten im zimmer
flüstern sie ganz leise
sie warten auf mich

 

denn auch sie sind hier zuhaus…
aber es ist noch nicht zu ende
es ist für sie brachzeit

 

Filed under: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 2:12 PM

kranich-kinderkimono.jpg

 

 

Zeit ist wie ein Tuch. Wie ein Segel.
so scheint es zu sein, dieses Leben.
Es wird aus Erfahrung gewoben-
dicht und fest.
Kein Licht scheint hindurch.
So das es Dich hält.
Ganz fest.

 

Und Du weisst doch- wie das wahre Leben
im Winde flattert.
Und das Schweben und Träumen
und die die endlosen Liebesnächte
sind vom Segelstoff
nur der Fadenrest.

 

 

Older Posts »

Bloggen auf WordPress.com.