gegen den Krieg , überall
Solch ein Sternenregen in den klaren Nächten,
welch ein Licht, das Städte in den Schimmer taucht,
und ein Mond, der uns fast zu Füßen liegt…
Ein Anbeginn, ein neues Jahr; ein Klopfen an Türen,
ein freudiger Aufschrei und überraschende Gesichter,
und ein Umarmen, weil man sich Gutes wünscht…
Welch ein Sternenregen in den klaren Nächten,
ein Geruch von Feuer , Feuerstellen aus Stein und Mensch ,
deren Flammen hoch zum Himmel schlagen…
Ein Anbeginn, ein neues Jahr, wo man sehnt…
Ein Aufschrei und solch entsetzte Gesichter ,
ein Umklammern, sich nicht verlieren, leben wollen.
Welch ein Sternenregen in der letzten Nacht des Jahres,
Ich schließe die Fenster und bin sehr leise,
den Flammen schlagen durch den Körper und verbrennen mich.
Anderswo gehen Menschen zum Ball, schmücken sich,
legen ihr Gesicht zurecht für die Kamera und
werfen ihre Locken verzückt dem Spiegel zu…
In der Einkaufsmeile hängt noch ein warmer Mond,
das gelbe Licht eines Blumenbasars und Sterne
an den Scheiben, in denen man sich spiegeln kann.
Welch ein Sternenregen in diesen kalten Nächten!
Die Blitzlichter schlagen bunte Brücken und ein Teppich,
rot, für feine Leute und solche, die sich zum Starlet wünschen…
Wie wundervoll und heiter, dieser letzte Abend…
Und Erinnerungen an noch nie gekannte Tage lassen
die Menschen schwelgen und uns mitteilen…
wie dieser Sternenregen im geborgten Reichtum
sie zu besseren Menschen macht und auch bekunden,
das man Urteilen und Richten muss über andere,
deren Blicke zum Sternenhimmel gehen und in Scham
und Entsetzen jeder Feier entsagen , sondern
mit anderen mitleiden und mitklagen in dieser Nacht.
Welch ein Sternenmeer in kalten Winternächten, ein
Funkeln in leeren Häusern, die keine Bälle kennen und
Keinen roten Teppich oder Kamerablitzen für…
sich selbstfeiernde Menschen, die am nächsten Morgen
die Zeitung beiseite legen und sagen : schön war’s!
aber morgen… morgen sagen wir mal den anderen,
was man besser machen kann und wie Gutsein funktioniert,
anderswo; dort wo man sich Wochen,Monate, ein Leben lang
vor kalten Sternennächten und dem hellen Mond fürchtet.
MAR 2009