Dezember 6, 2009
Dezember 1, 2009
November 29, 2009
Da ist nichts als das Gedachte,
was die Erde durchbricht,
was zu Wörtern geboren,
als Sprache zu ihr zurückkehrt.
Da wird niemand sein,
der diesen Weg mit dir geht,
den du, einmal wahrgenommen,
dir wirklich redest.
Da wird das sein, was ist.
Verwittert und steinig.
Nur in der Ewigkeit wird
Gras darüber wachsen.
Da wird jemand sein,
der den Diebstahl ahndet,
den du an der Sprache getan.
Und nichts von dir bleibt.
November 26, 2009
Das Geheimnis der Wirklichkeit,
allgegenwärtig.
In den leeren Stellen im Gedächtnis.
dort, wo Brücken still in sich zusammensinken,
lebt die Vergangenheit.
Dort kann man nicht Irrtümer beweinen,
allvergangen.
Und Unerklärliches wird unbegreiflich,
dort, wo Das Schweigen der Erinnerung
sich dem Wort entzieht.
Im eisigen Raum, im dunklen Feld
liegt meine Seele begraben.
Dicht an dicht gedrängt
die Buchstaben, das Sterben
anders zu beschreiben.
Klares Geläut, kein leises Geplauder
Aus gefrorener See.
Dicht an dicht gedrängt
die einsamsten Herzen,
unterwegs, ohne Heimat.
Weiter Himmel, der Schwarm
Dunkler Vögel. Auch heute noch.
Sie haben nicht vergessen.
Nicht wie wir, die immer noch
nach Sprache suchen.
November 25, 2009
Tau- Brennglas für Sekunden.
zerlegt er in alle Moleküle,
die Schlüsselblume;
so zerfallen in Pigmente,
hellgelbe Segel im grünen Wasser…
Nie restlos erkundbar,
was das Auge erblickt.
Prismen, die zu Staunen
verführen, lösen sich auf
im ersten hellen Licht.
Es ist nicht alles
Sofort entschlüsselbar.
Wörter, die dich bestechen,
kommen oft nicht
über das Deckblatt hinaus.
November 18, 2009
Sie dehnt sich aus, die Nacht.
Ihre dunkle Innerlichkeit
spukt durch Worträume
und löst Sprache in mir aus.
Brüchiges durchdringt sie
mit dem geheimnisvollen Leib,
um das zu bekleiden,
was Wärme vermisst.
Im Verborgenen
sucht Mutter Sprache die Kinder auf,
verschwistert sie,
und nennt sie beim Namen.
September 15, 2009

Hör den Geschichten zu,
die Dich zu den Verstecken Deiner Erinnerungen führen.
Sie blühen auf , wenn im Herbst die Blätter verwehen,
Im Sommer beschirmt der grüne Schatten Dein Leben,
im Herbst zerpflückst du den Strauch wilder Beeren
die eine fremde Süße verströmen.
Hör zu, wenn die Einsamkeit beginnt, Dich zu berauschen.
Erinnere Dich, denn dies ist der Schlüssel zu Deiner Kindheit,
ist das Zeugnis, unter dem Du mit Deiner Unterschrift
Dein SEIN besiegelst.







