Silk and Paper

Dezember 6, 2009

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 10:07

 

Soviel Schönheit kann nur Täuschung sein,

dieses Schimmern von Moosgrün auf blauem Grund

und der helle Saum… Goldfäden , die keine sind…

Perfektion eines Bildes, Meisterhand Natur.

Ein Sturm- und alles bricht zusammen.

 

 

 

Dezember 1, 2009

Gespeichert unter: philosophische FRAGMENTe, sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 10:21

Wenn man ohne Erwartung leben kann,

ereilt einem das Wunderbare.

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November 29, 2009

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 6:21

 

Da ist nichts als das Gedachte,
was die Erde durchbricht,
was zu Wörtern geboren,
als Sprache zu ihr zurückkehrt.

Da wird niemand sein,
der diesen Weg mit dir geht,
den du, einmal wahrgenommen,
dir wirklich redest.

Da wird das sein, was ist.
Verwittert und steinig.
Nur in der Ewigkeit wird
Gras darüber wachsen.

Da wird jemand sein,
der den Diebstahl ahndet,
den du an der Sprache getan.
Und nichts von dir bleibt.

November 26, 2009

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 11:39

Dort im Grenzraum,
wo selbst die Einöde weint,
wo Farben
das Grau nicht durchbrechen,
dort bist du unerreichbar.

Moorige Abgründe nähren
das Wollgras und der Wind
treibt Irrlichter
über das Brachland
deiner Sprache.

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 11:35

 

Das Geheimnis der Wirklichkeit,
allgegenwärtig.
In den leeren Stellen im Gedächtnis.
dort, wo Brücken still in sich zusammensinken,
lebt die Vergangenheit.

Dort kann man nicht Irrtümer beweinen,
allvergangen.
Und Unerklärliches wird unbegreiflich,
dort, wo Das Schweigen der Erinnerung
sich dem Wort entzieht.

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 11:30

Leben auf einer Sprachinsel,
sich dem Fremden aussetzen,
sich das Boot bauen,
und den unbekannten Wörtern
entgegen treiben.

Weit das Ufer,
die Böschung versandet.
Schwimmen lernen,
und mit dem Wasser
verschmelzen.

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 11:27

Im eisigen Raum, im dunklen Feld

liegt meine Seele begraben.

Dicht an dicht gedrängt

die Buchstaben, das Sterben

anders zu beschreiben.

Klares Geläut, kein leises Geplauder

Aus gefrorener See.

Dicht an dicht gedrängt

die einsamsten Herzen,

unterwegs, ohne Heimat.

Weiter Himmel, der Schwarm

Dunkler Vögel. Auch heute noch.

Sie haben nicht vergessen.

Nicht wie wir, die immer noch

nach Sprache suchen.

November 25, 2009

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 10:20

Tau- Brennglas für Sekunden.

zerlegt er in alle Moleküle,

die Schlüsselblume;

so zerfallen in Pigmente,

hellgelbe Segel im grünen Wasser…

Nie restlos erkundbar,

was das Auge erblickt.

Prismen, die zu Staunen

verführen, lösen sich auf

im ersten hellen Licht.

Es ist nicht alles

Sofort entschlüsselbar.

Wörter, die dich bestechen,

kommen oft nicht

über das Deckblatt hinaus.

November 18, 2009

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 8:38

Sie dehnt sich aus, die Nacht.
Ihre dunkle Innerlichkeit
spukt durch Worträume
und löst Sprache in mir aus.
 
Brüchiges durchdringt sie
mit dem geheimnisvollen Leib,
um das zu bekleiden,
was Wärme vermisst.
 
Im Verborgenen
sucht Mutter Sprache die Kinder auf,
verschwistert sie,
und nennt sie beim Namen.

September 15, 2009

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 5:38

Sample picture

Hör den Geschichten zu,
die Dich zu den Verstecken Deiner Erinnerungen führen.
Sie blühen auf , wenn im Herbst die Blätter verwehen,
Im Sommer beschirmt der grüne Schatten Dein Leben,
im Herbst zerpflückst du den Strauch wilder Beeren
die eine fremde Süße verströmen.
Hör zu, wenn die Einsamkeit beginnt, Dich zu berauschen.
Erinnere Dich, denn dies ist der Schlüssel zu Deiner Kindheit,
ist das Zeugnis, unter dem Du mit Deiner Unterschrift
Dein SEIN besiegelst.

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