die erde wird flach
und legt sich zusammen
wie ein stück papier
was man nicht mehr braucht.
gefaltet der bogen
auf dem ich gezeichnet
und aufgeschrieben
all diese bilder
die mein leben besungen
und die sehnsucht gehaucht…
es raschelt die welt
wenn man seiten umblättert
die länder verschwinden
in einem knick.
landkarten werden zu
schmalen gebinden
gehen so verloren
auf all den lebensreisen
und verstecken sich
im augenblick.
so werden fenster,
die mit wasser beschlagen
bedeutsam und tragen
manch fremde worte.
der buchstabe rinnt
nach dem schreiben hinab,
hinterlässt kleine straßen
versickert, verfliegt ..
verbiegt diesen rahmen
schafft zwischenorte
die welt wird dem fremd
der die worte nicht greift
die sich im papier und am fenster verlieren.
ob sie gläsern ersterben
oder dunkel bestehen
oder irgendwann
leicht wie die federn oder
schwer wie ein stein
das leben erklären…
wir sind die worte, die wir erben.
Mar , 19.3 2008